das hier ist der spontanste Text den ich je geschrieben habe. weil jemand einen tumblr post geherzt hat den ich zuerst gar nicht rebloggen wollte aber als ich ihn ein zweites mal öffnete blinkte dieses Wort in meinem Kopf: home.

ich bin in dieser stadt geboren und aufgewachsen. mir ist das wichtig. auch wenn es falsch sein mag das zu sagen. oder albern. in unserer zeit. wo alles in bewegung ist. ich bin nicht zugezogen. & ich weiß, das ist mein großes glück. hier habe ich menschen gefunden und verloren. geliebt und getrauert. gelernt. gelacht. ich. Stadtkind.
trotzdem. mit der pubertät kam das fernweh. ich habe oft darüber nachgedacht sie zu verlassen. habe es versucht. 4 Wochen. unorganisiert. kam wieder. dann kam das kind. mehr liebe, mehr trauer und wut. und eines tages habe ich es wirklich getan. nur fernweh war es nicht mehr. die stadt wurde immer voller. anstrengender. an jeder ecke lauerte eine erinnerung. Ich ertrug es nicht mehr. Ich MUSSTE weg.
im ersten jahr ging es mir schlecht, aber ich vermisste sie nicht. jedes mal wenn ich zu besuch war wollte ich schnell wieder weg. ich genoss die ruhe. dann, jahr zwei: heimweh. so sehr.
ich kam wieder. frisch verliebt in die stadt. bis heute. in all die kleinen dinge. auch im winter. noch mehr wenn die sonne scheint. auch wenn ich wieder fernweh bekomme. auch wenn ich nochmal gehe. ich weiß jetzt. ich komm wieder. immer.

und das kind?
„wo kommst du her?“
„aus baaliin“

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