Als vor ein paar Wochen die umstandslos Redaktion um kurze Beiträge für den 8. März bat, fing ich an zu grübeln. Was bedeutet mir der Tag? Was kann ich den machen? Ein Foto? Ein kurzer Text? Mir fiel nichts ein. Sollte mir der Tag mehr bedeuten?

Frauen*kampftag. Ich mag das Wort, aber um ehrlich zu sein reicht mir ein Tag nicht. Kämpfen wir nicht sowieso täglich? Jede für sich oder in Gruppen. Gegen die kleinen und großen Dinge. Gegen Alltag und Institutionen. Für Rechte. Für Teilhabe. Für Intersektionalität…
und als Feiertag?
Ich möchte jeden Tag feiern können wenn ich will, oder wütend sein oder traurig und aber vor allem möchte ich mit meinen Belangen und Gefühlen jeden Tag ernst genommen werden.
Was nützt mir ein Tag mit Gesichtern, die in die Kameras strahlen und von Gleichheit reden, wenn es um diese Gleichheit gar nicht geht und morgen sowieso alles wieder vergessen ist?

oder bin ich zu pessimistisch? Sollte ich den Tag als Schritt zu etwas größerem sehen? Wenn wir uns heute alle sichtbar machen sind wir es dann morgen vielleicht auch noch? Vielleicht ist es einen Versuch wert….

Happy Frauen*kampftag!

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