Ok, hätte ich meinen Urlaub geniessen wollen, wäre ich dem Internet vermutlich lieber ferngeblieben. Stattdessen lese ich Artikel zu Gesetzesvorschlägen, die mal wieder die Rechte der Männer verbessern sollen. Die haben ja so wenige, die armen.
Konkret geht es darum, dass Mütter* rechtlich dazu verpflichtet werden sollen, ihre Sexpartner preiszugeben, im Falle, dass ein Dude seine Vaterschaft anzweifelt und sein Geld zurückbekommen will (vom ‚echten‘ Vater, nicht der Mutter, immerhin).

Das könnte man vielleicht sogar noch verstehen, wäre es nicht so eine scheißbeschissenverkackte Heuchlerei und sexistischer Dreck:

Als müssten Mütter* nicht sowieso regelmäßig beweisen, dass sie den Unterhalt für die Kinder auch wirklich verdienen und nicht für Parties und Shoppen ausgeben… beweisen, dass das auch wirklich der Vater ist, von dem sie da Geld verlangen, weil diese Anträge, Behördengänge und Gerichtstermine so unglaublich viel Spaß machen, das wir uns einfach einen der Typen aussuchen, am besten den mit dem meisten Geld  .. Wohooo..
…kommt diese Forderung für mich aus einer Reihe von Änderungen, die Väterrechte stärken sollen & letztendlich dazu führt, dass die, die eh keinen Bock haben sich schneller aus der Affäre ziehen können.
Der Vorwurf des Kuckuckskindes ist nämlich uralt und wird seid Jahrhunderten genutzt um Frauen zu diskreditieren: Hexen, Wechselbälger, wir alle sind böse Schl*mpen etc pp. …Misogynie much?  Slutshaming nutzen um Vaterschaft anzuzweifeln. Danke Patriarchat.

Dass das Bundesverfassungsgericht bereits letztes Jahr dagegen entschied und auf die Persönlichkeitsrechte der Frau hinwies ist dann wohl auch egal, denn scheinbar wird darauf Wert gelegt, dass diese Gesetzeslücke SOFORT geschlossen wird im Zweifel halt dann auch inklusive Zwang(sandrohung).

Solche Anstrengungen möchte ich mal bei Angelegenheiten erleben die Frauen* und Mütter*rechte stärken sollen, looking at you Führerscheinentzug für fehlenden Unterhalt. el. oh. el. und es soll ja auch Väter geben, die fälschen Vaterschaftstests, Einkommensbescheinigungen und was weiß ich noch um ja keinen Unterhalt zahlen zu müssen.. aber wir wollen hier ja niemanden unter Generalverdacht stellen. Zwinker zwinker.  …
Nein, diese 1-2% betroffenen Männer gehen natürlich vor. Das sind schließlich die wahren Opfer. Was Väter nicht alles aufgeben für die Kinder: die Karriere, ihre Freizeit, ihr LEBEN, außerdem all die Extraarbeit, die sie im Haushalt leisten … diese Mehrfachbelastung ist kaum auszuhalten und sehr ungerecht. Dafür kann man(n) dann schonmal in Kauf nehmen, dass Frauen Gewalt angetan wird. Alles voll gerecht.

 

 

 

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