Bei all den Schreckensmeldungen, darf eins nicht vergessen, sich auch um sich selbst zu kümmern. Deshalb habe ich letztes Wochenende trotz leerem Kontos mein Kind geschnappt und 3 ganz wundervolle Tage in London verbracht. Hier der Versuch eines Reisetagebuches vs. Liebeserklärung vs. praktischer Tipps

4 Uhr aufstehen, kaum geschlafen vor Aufregung aber als wir fliegen über die Stadt fliegen wird es mir warm ums Herz und ich atme auf. London my love. So good to see you again. I was 14 y.o. and had the biggest crush on Lynden David Hall when i first visited London. I also had my parents with me and felt embarrassed most of the time but I fell in love with the city and it’s people within hours. Since then I’ve been visiting as often as possible. In all the various stages in my life, London has always been a constant. It even saw me at my lowest point two years ago… but fast forward to today:

I had planned the trip because I finally wanted to see Mama Badu live in concert and I wanted to share that experience with Ms T. It turned out to be one of the best weekends I ever spent in London town, meeting old friends and making new ones.

TAG 1

inbetween getting up at the crack of dawn to catch our flight and staying up till dusk to get high on Erykah Badu’s music we met my friend who had arrived a day earlier, had perfect pancakes in the sun together and squeezed in a quick visit to the tate modern and enjoyed the fancyness of our hotel room

Da wir viele der Sehenswürdigkeiten schon kennen oder sie uns nicht so wichtig sind, konnten wir Dinge ganz gemütlich machen. London kann manchmal etwas überwältigend sein, weil es so unglaublich viel zu tun und sehen gibt und die Zeit vergeht wie im Fluge. Es lohnt sich Zeit für Pausen und Essen mit dazugehörigen Locations im Voraus einzuplanen. Where the pancakes are erwies sich als hervorragender Ort um durchzuatmen.

Das Tate Modern ist neben der National Portrait Gallery eines meiner liebsten Museen mit einer unglaublich guten Auswahl an Kunst. Die Räume sind nach Themen aufgeteilt und die Auswahl der Künstler*innen unglaublich intersektional. Leider haben wir es nicht in die Sonderausstellung zu queerer Kunst geschafft und waren einen Woche zu früh für „Soul of a Nation – Art in the Age of Black Power“. Allein dafür möchte ich eigentlich noch mal wiederkommen.

Ich gebe an dieser Stelle zu, dass wir zu wenig Zeit zum Ausruhen eingeplant haben und als wir endlich im Hotelzimmer waren und noch etwas zu Essen eingekauft hatten, war es dann leider auch schon wieder Zeit loszugehen und sowohl das Kind als auch ich ziemlich k.o. Zum Glück lag der Veranstaltungsort nur 5 Minuten zu Fuß vom Hotel. Cleveres past me.

Für das Konzert von Erykah Badu und meine Verbindung zu ihr braucht es eigentlich einen extra Text. Deshalb nur kurz: Ich fand es großartig – wer sie und ihre Musik noch nicht kennt, möge bitte schleunigst eine Bildungslücke füllen – Ms T war einfach nur müde und hat sich tapfer geschlagen. Zum Glück konnten wir am nächsten Tag ausschlafen.

TAG 2

On day 2 i had to meet Ms T’s demands for a shopping tour (j/k I promised) so oxford circus & top shop it was. we spent two hours and a lot of cash in there. caught a little of the london lgbt pride which was really commercial and moved on to forever 21 and finally made our way to boxpark to meet up with my internet friend of 12 years+ Annie ❤️, we didn’t make it to Brixton as planned but instead had pulled pork, jumped into ballie ballerson (better than any work out at the gym I’m telling ya) and had ice cream at soft serve society (which none of us where able to finish despite it being so gooooood) and because none of us wanted to go home yet we drove down to Angel and watched despicable me 3 and got back to luma hotel just as late and happy as the day before.

Mit Tween ist so ein Besuch beim Top Shop Flagship store in Oxford Circus eigentlich fast ein Muss und natürlich habe ich mehr Geld ausgegeben als mir lieb ist, aber die Auswahl ist riesig und es gibt eben nicht nur die Standardmarken, die man auch überall in Deutschland findet. Diesen Klamottenkonsum habe ich leider an das Töchterchen weitervererbt (auch das ist eigentlich einen eigenen Post wert *notiert sich das*). Highlight für mich war dann allerdings trotzdem die PlusSize Etage bei Forever 21. Yay Fatshion.

Spannend war übrigens die Kombination aus LGBTQ Pride und Konsum… Man konnte gleichzeitig shoppen und feiern und alles war in Regenbogenfarben und Glitzer getaucht. Kapitalismus is a hell of a drug. 
Na ja und die Oxford Street hatte ich auch noch nie ohne Autos und Busse gesehen.

Wir zogen trotzdem weiter und wollten eigentlich nach Brixton – ich eine Freundin, treffen die ich schon seit über 12 Jahren aus diesem Internet kenn und mit ihr zu einer Ausstellung über Schwarze britische Musik, die andere Freundin und Kind zu einer black owned Schokofabrik – und blieben dann doch im Boxpark Shoreditch hängen. Much hipster, very lecker Essen, Süßkram und ein Bällebad für Erwachsene (und Tweens obviously). Zum Glück kam die vierte im Bunde dann einfach hinzu. Fun times were had and good memories where made und weil keine von uns gleich nach Hause wollte sind wir dann noch ins Kino gegangen und zack war es wieder nach 23 Uhr als wir im Hotel landeten.

TAG 3

tbh day 3 was the one I was most excited about because I got to meet all the amazing and beautiful uk mamas and a few of their famous and just as amazing kiddos ❤️ I felt so warm and comfortable and even though Ms T needed a little time to warm up (also by now her cold was full on) the girls ended up disappearing to the park across the street and plans were made to visit each other. also: look at us slay-ing! time flew by and the last 2 hours were spent with some more shopping while I kept looking at my phone nervously because that’s how I am when there’s a flight to catch although we really didn’t want to leave. I’m having all the feelz and Ms T has been making plans to move since two hours after we arrived on Friday (but that’s a story for another post).

Mir war schon vor unserer Abreise aufgefallen, dass ich wirklich aufgeregt war die Mütter zu treffen, die ich innerhalb des letzten Jahres auf Instagram kennen gelernt habe entsprechend gut gelaunt machten wir uns deshalb auch auf den Weg Richtung Notting Hill zu unserem Brunchdate mit

motherhood reconstructed

hey…is that me?
und

kiki blah-blah
So schön wie ich es mir erhofft hatte war es dann auch und es gab neben Plantain jede Menge food for thought. Nicht nur für einen Blick über den deutschkartoffeligen Tellerrand lohnt es sich allen vieren auf Instagram zu folgen, this Mamagang is slaying! … und auch die Kinder sind übrigens nach einer Stunde skeptischer Blicke, auf dem Spielplatz gegenüber verschwunden und es wurden schon Pläne für die nächsten Besuche und Brieffreundschaften gemacht. 
Tja … und dann war es auch schon Zeit, die letzten Besorgungen zu machen, die Koffer zu holen und uns auf den Weg nach Hause zu machen…

Wir kommen zwar mit Erkältung aber erholt zurück. London hat sich dieses Mal mehr denn je wie zuhause angefühlt … und wer weiß vielleicht wird es das ja irgendwann wirklich. Das Kind fing jedenfalls schon kurz nach unserer Landung in London an unseren Umzug zu planen und ich kann es nachvollziehen: „Es ist so schön nicht immer angestarrt zu werden“ … überall im öffentlichen Raum & den Medien bewegen sich völlig selbstverständlich Menschen, die aussehen wie sie. Wir haben im Drugstore Haarprodukte für sie gekauft & hatten eine Auswahl… und auch wenn in Großbritannien Rassismus weiterhin genauso ein Problem ist wie in Deutschland: Representation matters und Deutschland hat noch einen weiten Weg vor sich. In diesem Sinne:

Thank you London and to Julia (the queen of finding good food and sweets), Annie, the Mamagang & Erykah Badu ❤️ We had the best of times and we will be back!


Last but not least ein paar Tipps:

  • Ich hatte mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge, entschlossen mehr Geld für Flug und Hotel auszugeben, als ich es normalerweise tue und auch wenn ich die Abrechnung noch nicht gemacht habe, war es das Geld auf jeden Fall wert. Um unnötig Geld für Wege auszugeben lohnt es sich zu schauen, welcher Flughafen am nächsten an der Unterkunft dran ist. Immerhin hat London gleich 4 und Heathrow ist direkt an die zentrale U-Bahn Linie angebunden.
  • Oystercards sind touch and go Fahrkarten, können vor dem Urlaub online oder direkt am Schalter an der nächsten Bahnstation (meistens gleich am Flughafen) gekauft, aufgehoben, aufgeladen und jahrelang benutzt werden. Kinder bis 11 fahren kostenlos, danach zahlen sie ermäßigte Preise.
    Es lohnt sich übrigens auch die ÖPNV Zonen 1 & 2 zu verlassen.
  • Hotel: Das mit den Hotels in London ist so eine Sache, die meisten sind entweder teuer oder nicht besonders gut oder beides. Ich finde airbnb als Alternative ist idR auch nicht besonders viel günstiger. Wir hatten dieses Mal allerdings ein neu eröffnetes sehr schönes Hotel, mit nettem Personal und einem ok-en Preis-Leistungs-Verhältnis, direkt an der U-Bahn. Zu finden hier
  • London ist teuer. Da aber der Umrechnungskurs im Moment fast 1:1 ist lassen sich die Ausgaben ganz gut im Blick behalten.
  • Die meisten Daueraustellungen der Museen und einige Sonderausstellungen sind kostenfrei für alle und oft gibt es hervorragende Materialien & Programm extra für Kinder.
  • Meal Deals in Supermärkten und Drogerien machen super Lunchpakete für kleine Picknicks in einem der Parks oder am Wasser. 

und für alles weitere ist die offizielle Tourismus Seite der Stadt tatsächlich sehr brauchbar. Ihr findet sie hier

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Dieser kleine feine Blog finanziert sich nicht aus Werbung (ich schwör!), sondern durch eure Hilfe. Wer mich und Ms T also unterstützen möchte kann das mit dem Kauf meiner Shirts tun oder Unterstützer*in bei Patreon werden. <3

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